Landgasthof Zur Heideschenke

Über uns

Lieber Gast,

die Mitarbeiter des Landgasthofes „Zur Heideschenke“ heißen Sie herzlich in diesem so geschichtsträchtigen Hause willkommen. Kein geringerer als der bekannte Jäger, Naturliebhaber, Heideschriftsteller und –dichter Hermann Löns selbst war es, der diesem Haus seinen Namen gab. Wenn er wieder einmal ausspannen und sich zurückziehen wollte, dann kam er nach Wolthausen. Gern hätte er auch über die „Heideschenke“ mehr geschrieben, die damalige Wirtin lehnte dieses Ansinnen jedoch oder gerade wegen einer besonders freundschaftlichen Verbindung zu ihm kategorisch ab. Und dennoch nahmen seine bekannten Naturschilderungen wie z.B. „An den Ufern der Örtze“ und „Im Rauhhorn“ immer ihren Ausgangspunkt in seiner „Heideschenke“ in dem kleinen Heidedorf Wolthausen, in der er in einem Gesamtzeitraum von 17 Jahren immerhin rund drei Jahre seines Lebens verbrachte. Von dort zog er immer wieder in die Heide, in die Wälder und Wiesen und schrieb seine so stimmungsvollen Geschichten. Löns fühlte sich von der Wirtsfamilie und ihren Mitarbeitern von ganzem Herzen beschenkt und so nannte er dieses Gasthaus, das bis dahin noch keinen Namen hatte, folgerichtig „Heideschenke“. Auch wir, die heutigen Mitarbeiter dieses Landgasthauses, fühlen uns in gleicher Weise dieser Tradition verpflichten, Ihnen das Gefühl „beschenk zu sein“ zu vermitteln und in diesem Sinne Ihnen als unseren Gast einen möglichst angenehmen Aufenthalt zu bieten.

Der Ursprung dieses historischen Hauses lässt sich bis auf das Jahr 1606 zurückverfolgen. Die „Heideschenke“ ist damit eines der ältesten Gasthäuser des Landkreises Celle. Auch damals war die alte Hannoversche Heerstraße (heute Bundesstraße 3 genannt) bereits eine wichtige Verbindungsstrecke zwischen den Städten Hannover und Hamburg, die zudem, wegen der Brücken, auch für den Schwerlastverkehr geeignet war. Die Örtzebrücke war damals gewissermaßen das Nadelöhr, durch das die Fuhrleute – auch Kärrner genannt – auf dem Fernverbindungsweg, vom Süden nach Norden und zurück, hindurch mussten. Hier eine Ausspannstation und einen Krug zu bauen, war insofern eine durchaus kluge Entscheidung, da sowohl die Fuhrleute als auch die Pferde Unterkunft und Einstellplätze und natürlich auch Verpflegung und Futter benötigten. Der heute unter Denkmalschutz stehende Pferdestall aus Napoleonischer Zeit war deshalb nicht ohne Grund ursprünglich 65 m lang und bot Raum für annähernd 200 Pferde.

Wie so vieles ist auch die „Heideschenke“ 1945 ein Opfer des Krieges geworden. Erst 1954 konnte das mit viel Mühe wieder aufgebaute Gasthaus „Zur Heideschenke“ seinen Betrieb wieder aufnehmen. Großzügig gestaltet und modern ausgestattet war es bestens gerüstet, den kommenden Anforderungen zu entsprechen. 2002 wurde es wiederum erneut den inzwischen veränderten Bedürfnissen angepasst und präsentiert sich nun abermals ihren Gästen mit modernen, dennoch aber dezent ländlich geprägten Räumen und Einrichtungen, die zum Verweilen und Entspannen einladen. Am Rand des Naturparks Südheide gelegen bietet der Landgasthof „Zur Heideschenke“ ihren Gästen zudem viele Möglichkeiten – quasi auf den Spuren von Hermann Löns – die Natur zu erkunden und natürlich im besten Sinne alles zu genießen, was Keller und Küche für Sie vorbereitet haben.

Ihr Serviceteam vom Landgasthof „Zur Heideschenke“

PS: Wer mehr über die Geschichte und Geschichten von und um den alten Löns- und Oertze-Krug in Wolthausen erfahren möchte, dem empfehlen wir das 165 Seiten umfassende und mit vielen Zeichnungen und Fotos ausgestaltete Buch „Die Heideschenke“, das Sie in unserem Hause für 5,- € erwerben können.